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Das Projekt habe Vorbildfunktion weit über Coburg hinaus, begründete Staatsminister Söder die Entscheidung der Jury. Stefan Landgraf (r.) und Sven Heilmann (l.) von Kieback&Peter überreichen dem Bayerischen Finanzminister ein en:key-Set fürs Ministerbüro. Rechts neben dem Staatsminister: Harald Reißenweber vom Hochbauamt Coburg. (Quelle: Bayerische Landesstiftung)

Spitzentechnologie aus Berlin gewinnt Bayerischen Umweltpreis 2015

Kieback&Peter hat am 26. November 2015 gemeinsam mit der Stadt Coburg den Bayerischen Umweltpreis erhalten. Coburg stattete eine Grundschule mit der intelligenten Gebäude-Technologie von Kieback&Peter aus und konnte damit den Energieverbrauch drastisch reduzieren. Das Projekt habe eine Vorbildfunktion weit über Coburg hinaus, begründete Bayerns Finanzminister Markus Söder die Entscheidung der Jury. 

„16,2 Tonnen CO2-Emmissionen werden jährlich vermieden“, zeigte sich Minister Söder von dem „einzigartigen und innovativen Projekt“ in Coburg beeindruckt. Der Bayerische Umweltpreis wird seit 1985 für praktische oder wissenschaftliche Leistungen vergeben, die in besonderem Maße zur Erhaltung und Verbesserung der Umwelt beitragen. Das Coburger Projekt zeigt, dass sich auch mit kleinem Einsatz große Wirkung erzielen lässt: Die Stadt hat rund 13.500 Euro im Jahr 2012 investiert, um 27 Klassenzimmer mit der selbstlernenden, energieautarken Heizungssteuerung en:key von Kieback&Peter auszustatten. Bereits Ende 2014 hatte sich die Investition ausgezahlt.

Smarte Technologie spart Energie und Kosten

In jedem Klassenzimmer der Coburger Heimatring-Grundschule wurde das Produkt en:key von Kieback&Peter installiert. Das Set besteht aus einem intelligenten Raumsensor und funkgesteuerten Ventilreglern. Der Raumsensor erkennt, wenn sich keine Person mehr im Raum aufhält und gibt per Funk ein Signal an die Regler. Diese senken dann die Temperatur ab. So reduziert die Technologie des Berliner Familienunternehmens den Energieverbrauch und die Heizkosten.

Harald Reißenweber – im Hochbauamt Coburg für den Gebäudeunterhalt zuständig – erkannte das Einsparpotenzial schon vor Jahren: Die Klassenräume werden oft nur wenige Stunden am Tag genutzt. Früher wurde die Heizung meist erst am Abend oder gar nicht abgedreht. Solche Nachlässigkeiten kosteten viel Energie und Geld. Dank en:key gehören sie nun der Vergangenheit an.

en:key steuert die Heizung nicht nur über den Sensor. Das System lernt auch kontinuierlich dazu und erstellt ein individuelles Nutzungsprofil des Raumes. So sind die Klassenräume pünktlich zu den Benutzungszeiten angenehm temperiert. Durch die automatische Temperaturabsenkung spart en:key in der Regel etwa 20 Prozent Heizenergie. Bei der Heimatring-Grundschule ist die Einsparung noch größer, weil die Räume nur stundenweisen genutzt werden.

Geringer Aufwand für Installation und Betrieb

Neben den Investitionskosten hält sich auch der Aufwand für Installation und Betrieb in Grenzen. Da Raumsensor und Ventilregler von en:key per Funk miteinander kommunizieren, mussten keine Kabel verlegt werden. Außerdem versorgt sich das System selbst mit kostenloser Energie: Der Raumsensor nutzt eine besonders ergiebige Solarzelle und die Ventilregler einen Thermogenerator. Es besteht also kein Ausfallrisiko durch leeren Batterien und es müssen auch keine ausgetauscht werden.

Reißenweber würde die 10.000 Euro, mit denen der Bayerische Umweltpreis dotiert ist, am liebsten direkt in weitere en:key-Sets investieren. „Das System hat sich sehr bewährt. Die Heimatring-Schule wird sicher nicht das einzige Projekt bleiben“, sagte er am Rande der Preisverleihung in Augsburg.

Stefan Landgraf und Sven Heilmann von der Kieback&Peter Niederlassung Nürnberg überreichten Finanzminister Söder ein en:key-Set fürs Ministerbüro. Damit könne Söder mit gutem Beispiel vorangehen und schnell ohne großen Aufwand Heizenergie einsparen, meinte Niederlassungsleiter Landgraf.






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